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700 € verdiente ein deutscher Azubi durchschnittlich im Jahr 2011, das sind 3,2 % mehr als im Vorjahr. Zwischen den verschiedenen Ausbildungsberufen gibt es jedoch erhebliche Unterschiede in der Vergütungshöhe. Und da ist noch immer ein deutliches Gefälle zwischen West und Ost.
Zu diesen Ergebnissen kommt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in der Auswertung der tariflichen Ausbildungsvergütungen für das Jahr 2011.
Unterschied zwischen West und Ost
In Ostdeutschland stiegen demnach die Vergütungen mit 4,9 % zwar stärker an als in Westdeutschland (2,9%), doch in den neuen Bundesländern verdienten die Auszubildenden noch immer durchschnittlichen 66 € weniger als ihre Kollegen im Westen.
Vergütung der verschiedenen Berufe
Deutliche Unterschiede gibt es zwischen den einzelnen Ausbildungsberufen. Spitzenreiter sind die Berufe des Bauhauptgewerbes und der Industrie, wie z.B. Maurer (West: 943 € / Ost 750 €), Mechatroniker (West: 868 € / Ost: 847 €) oder Industriemechaniker (West: 865 € / Ost: 826 €). Schlusslicht sind Bäcker (West: 500 €, Ost: 463 €), Floristen (West: 460 €, Ost: 312 €) und Friseure (West: 456 €, Ost: 269 €).
Männliche Auszubildende verdienen mehr als weibliche
Männer kamen 2011 in Westdeutschland auf eine durchschnittliche Vergütung von 721 €, Frauen auf 688 € (Ostdeutschland: Männer 658 €, Frauen 614 €). Die abweichenden Vergütungsdurchschnitte erklären sich dadurch, dass junge Frauen häufiger in Berufen mit einer eher niedrigeren Ausbildungsvergütung anzutreffen sind als junge Männer.
Detaillierte Informationen finden Sie inder Pressemittelung des BIBB.
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 
Barbara Schöneberger führte durch das Programm bei der Auszeichnung für die besten Azubis des Landes in Berlin. In einem Festakt am 12. Dezember 2011 ehrte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer Hans Heinrich Dittmann insgesamt 227 Absolventen für ihre herausragenden Leistungen bei den Abschlussprüfungen. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler hielt eine Festrede.
„Sie haben nun die besten Chancen auf einen erfolgreichen Start ins Berufsleben“, verkündete Dittmann den Preisträgern in seiner Eröffnungsrede. Mehr als 1.000 Gäste, darunter Eltern, Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Berufsschullehrer und Bundestagsabgeordnete, erschienen am Montag im Berliner Maritim Hotel zur Preisverleihung.
Über 300.000 Auszubildende nahmen an den Abschlussprüfungen 2011 teil, die Bestnoten in den 218 IHK-Ausbildungsberufen erreichten 227 Prüfungsteilnehmer. In neun Fällen gab es zwei Beste im gleichen Beruf mit exakt der gleichen Punktzahl. Fünf Preisträger erreichten sogar traumhafte 100 Punkte und damit die bestmögliche Wertung.
Dittmann betonte den hohen Stellenwert der dualen Ausbildung, so sei jeder, der eine dreijährige Ausbildung hinter sich habe, mit dem Abitur mindestens gleichauf. Außerdem äußerte er sich zu der aktuellen Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt: Aufgrund des Mangels an geeigneten Bewerbern seien im Jahr 2011 schätzungsweise 75.000 Ausbildungsplätze unbesetzt geblieben. Eine wichtige Aufgabe der DIHK für 2012 sei deshalb das effektivere Zusammenführen von Ausbildungsbetrieb und Lehrling.
Philipp Rösler, Bundeswirtschaftsminister, betonte in seiner Rede ebenfalls, welch große Bedeutung die duale Ausbildung für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses habe. Damit sei eine berufliche Aus- und Weiterbildung eine echte Alternative zum Studium.
Fotos von den Super-Azubis, eine Auflistung nach Bundesländern und eine Videoaufzeichnung der Veranstaltung in Berlin gibt es auf der Website der DIHK.
Quelle: DIHK

Mittlerweile ist jeder vierte überschuldete Bürger in Deutschland unter 30 Jahre alt. Geringe Löhne, wenig finanzielle Allgemeinbildung, übertriebenes Konsumverhalten sowie zweifelhafte Praktiken von Banken und Handelsunternehmen seien hierfür der Grund.
Die Zahl der überschuldeten deutschen Bundesbürger ist im Jahr 2011 aufgrund der guten Konjunktur und der entlasteten Situation auf dem Arbeitsmarkt leicht zurückgegangen. Das ist jedoch kein Grund zur Entwarnung, denn die Quote ging lediglich um 0,12 Prozentpunkte auf 9,38 Prozent zurück. Von Überschuldung spricht man, wenn ein Schuldner seinen Zahlungsverpflichtungen in absehbarer Zeit nicht nachkommen kann und er auch keine anderen Kreditmöglichkeiten mehr hat.
Dramatische Situation bei der jungen Generation
Seit 2004 ist die Zahl der überschuldeten 20 bis 29-Jährigen um 46 Prozent gestiegen. Noch schlimmer sieht es bei den unter 20-Jähriegen aus: Seit 2004 explodierte die Quote um 358 Prozent! Mittlerweile ist jeder vierte Überschuldete jünger als 30 Jahre.
Grund dafür sei unter anderem der prekäre Arbeitsmarkt für junge Beschäftigte mit geringen Löhnen, befristeten Verträgen und unbezahlten Praktika. Das Konsumverhalten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen habe sich ebenfalls geändert: Die Bereitschaft, den Verführungen der Werbung nachzugeben, sei generell gewachsen. Aber auch der Wirtschaft kommt eine unrühmliche Rolle zu, so würden Banken und Handelsunternehmen gezielt junge Leute umwerben und deren Blauäugigkeit ausnutzen.
Finanzielle Allgemeinbildung an Schulen vermitteln
Schon seit Jahren fordern Experten der Schuldnerberatung, den Umgang mit Geld bereits in der Schule zu behandeln. „Den jungen Leuten fehlt eine finanzielle Allgemeinbildung“ sagt die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Schuldnerberatungsgesellschaft Claudia Kurzbuch. Um nicht in die Schuldenfalle zu tappen, sollten junge Leute lieber jeden Vertrag mit nach Hause nehmen und das Kleingedruckte genau lesen. Außerdem könnten sie Verwandte oder unabhängige Beratungsstellen hinzuziehen.
Quelle: FrankfurterRundschau, RP Online, STERN 
Viele Arbeitgeber nutzen Soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder studiVZ als Hilfsmittel zur Recherche über Bewerber. Bei der Personalauswahl greifen, laut einer Dimap-Studie, immer mehr Personalchefs auf Angaben aus dem Internet zurück.
Deutsche Unternehmen greifen nach einer Studie bei ihrer Personalauswahl gezielt auf persönliche Daten von Bewerbern aus dem Internet zurück. In ihren Nachforschungen suchen Personalleiter dabei nach privaten Informationen wie Freizeitbeschäftigungen, Interessen oder Meinungsäußerungen, wie die "Berliner Zeitung" aus einer aktuellen Studie berichtet. Viele Bewerber würden wegen oft arglos ins Netz gestellten Aussagen und Fotos später nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Als Quellen würden private Karriereportale aber auch soziale Netzwerke wie z.B. Facebook oder StudiVZ herangezogen.
Über ein Viertel der Befragten informiert sich gezielt im Netz über Bewerber
Nach dem Ergebnis der Studie des Dimap-Instituts, welche die Bundesregierung in Auftrag gegeben habe, erklärte über ein Viertel der befragten Unternehmen (28 Prozent), sie würden bei der Auswahl von Bewerbern gezielt Informationen im Internet benutzen. Die dabei recherchierten Daten seien dann häufig ein Grund, dass Bewerber nicht zu einem Gespräch eingeladen werden. Wie die "Berliner Zeitung" weiter berichtet, geschieht dies der Umfrage zufolge in vier von fünf Fällen vor einer möglichen Einladung zum Vorstellungstermin.
Stolperstein für die Berufliche Karriere
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU), deren Haus die Studie in Auftrag gegeben hatte, warnte die Bürger vor einem allzu freizügigen Umgang mit persönlichen Informationen im Internet. "Die unbekümmerte Preisgabe persönlicher Daten im Netz kann zum Stolperstein für die berufliche Karriere werden", sagte Aigner der "Berliner Zeitung". Die Verbraucher sollten mit ihren Daten besonders sorgfältig umgehen, mahnte die Ministerin.
Quelle: DerWesten, afp 
Obwohl die Industrie- und Handelskammern (IHKs) zum neuen Ausbildungsjahr deutlich mehr Verträge verzeichneten als 2010, sind immer noch zahlreiche Lehrstellen frei. Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), sieht für die Jugendlichen "hervorragende Chancen".
Driftmann: "Der Ausbildungsmarkt zeigt sich kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres in glänzender Verfassung. Der bei den Industrie- und Handelskammern eingehende Strom an neuen Ausbildungsverträgen setzt sich trotz der Sommerferien fort.
Die Unternehmen im IHK-Bereich haben bis Ende Juli 242.315 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen - 6,4 % mehr als im Vorjahresmonat. Und das trotz eines Bewerberrückgangs von knapp 3 %. Die westdeutschen IHKs verzeichnen ein Vertragsplus von 7,0 %, die ostdeutschen einen Zuwachs von 2,7 %.
Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt zeigt, dass die Betriebe sich auf den steigenden Fachkräftebedarf einstellen und Verträge frühzeitiger abschließen, aber auch schwächeren Jugendlichen zunehmend Chancen geben.
Junge Menschen, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, bieten sich noch immer hervorragende Chancen. In den Lehrstellenbörsen der IHKs gibt es noch viele offene Stellen, besonders im Handel und in der Gastronomie, aber auch in beliebten Berufen wie dem Fachinformatiker und dem Bankkaufmann.
Allerdings können die Unternehmen nicht komplett ausgleichen, was Elternhäuser und Schulen versäumt haben. Rund 20 % der Schulabgänger können laut Pisa nicht ausreichend lesen, schreiben und rechnen.
Damit bleiben auch in diesem Jahr viele Ausbildungsplätze unbesetzt - allein im Bereich der IHKs mehr als 50.000. Der im Herbst 2010 verlängerte Nationale Ausbildungspakt setzt daher mit der Verbesserung von Ausbildungsreife und Berufsorientierung die richtigen Schwerpunkte.
Um diese Ziele zu erreichen, hat die Wirtschaft zugesagt, jeder interessierten Schule einen Partner aus der Wirtschaft zu vermitteln. Ich rufe die Schulen auf, dieses Angebot zu nutzen."
Quelle: www.dihk.de 
Jedes Jahr starten tausende Jugendliche motiviert in das Berufsleben und verdienen ihr erstes eigenes Gehalt. Was einige nicht wissen: Auch mit 18 kann man noch Anspruch auf Kindergeld haben. Denn Kindergeld gibt es unter bestimmten Voraussetzungen auch für volljährige Auszubildende.
Endlich 18 - für viele fängt jetzt die Ausbildung an und das erste eigene Geld wird verdient. Aber auch mit dem 18. Lebensjahr geht das Recht auf Kindergeld nicht unbedingt verloren, denn die Eltern volljähriger Auszubildender haben auch weiterhin Anspruch auf Kindergeldbezug. Voraussetzungen hierfür: Der Azubi muss jünger als 25 Jahre sein und sein anrechenbares Jahreseinkommen muss unter dem Grenzbetrag von 8.004 Euro liegen.
Kindergeld bekommen
Sind diese Bedingungen erfüllt, stehen den Familien je 184 Euro für das erste und zweite, 190 Euro für das dritte und 215 Euro für jedes weitere Kind zu. Wichtig: Die Zahlung von Kindergeld endet zunächst automatisch mit dem 18. Geburtstag. Es muss dann neu beantragt werden. Ob man Anspruch auf Kindergeld hat, kann man selbst berechnen. Folgende Formel dient dabei als Grundlage: Die Summe aller Einkünfte und Bezüge des Auszubildenden pro Kalenderjahr minus Werbungskosten und minus Sozialversicherungsbeiträge bilden das anrechenbare Jahreseinkommen. Dieses muss unter 8.004 Euro bleiben.
Kindergeld behalten
Doch beim Kindergeld droht stets das Fallbeil. Wenn die Vergütung nur einen Euro über diesen Betrag hinausgeht, wird das Kindergeld komplett gestrichen. Das sind dann immerhin zwischen 184 und 215 Euro, die den Auszubildenden und ihren Familien monatlich weniger zur Verfügung stehen. Aber keine Panik: Es gibt Möglichkeiten, die Bemessungsgrenze nicht zu übersteigen. Zum einen, wenn man höhere Werbungskosten als die derzeit gesetzliche Pauschale von 920 Euro nachweisen kann. Zu diesen Werbungskosten gehören Fahrten zur Ausbildungsstätte oder Berufsschule, Gewerkschaftsbeiträge, Bewerbungskosten, Fortbildungskosten, Arbeitsmittel und Arbeitsklamotten.
Quelle: igmetall.de

Der erste Tag im Job ist aufregend. Doch was anziehen? Man will nicht auffallen, aber doch etwas Besonderes tragen. Junge Auszubildende können bei der Kleiderwahl viel falsch machen. Einige Tricks vermeiden Peinlichkeiten.
Zu freizügige Kleidung ist wohl der schlimmste Fehler. Röcke sollten so lang sein, dass der Saum mindestens auf Kniehöhe endet. Im Dekolleté darf kein Brustansatz zu sehen sein. Auch Stöckelschuhe mit zu hohen Absätzen sind eher unangemessen. Niedrigere Absätze sollten auch nicht klackern, dagegen gibt es beim Schuster gummierte Kunststoff-Absätze.
Weibliche und männliche Auszubildende stecken in der Lehre oftmals mitten in der Pubertät. Dann sprießen bei vielen Pickel. Es gibt Mittel, mit denen man das dezent und hautverträglich abdecken kann. Eine Vorgabe, dass Frauen und Mädchen sich im Job schminken müssten, ist das aber nicht. Das muss jede Frau für sich persönlich entscheiden. Generell sollten Mädchen im Büro dezente Make-up- und Nagellackfarben vorziehen.
Männliche Azubis können mit ihrer Kleidungswahl in weniger Fettnäpfchen treten als weibliche - aber es gibt sie. Sie sollten sich besonders Gedanken über die Wahl der Klamottenfarbe machen. Passen eher gedeckte Farben? Was hält wohl mein Chef von einem orangenen T-Shirt? Wenn ein junger Mensch in einem flippigen Werbeunternehmen arbeitet, kann er ruhig mit pinkem T-Shirt und Turnschuhen kommen. Das ist dort in Ordnung - aber in der Steuerberatungskanzlei ist das unangebracht.
Geht es nach den Modedesignern ist die Jeans vielerorts erlaubt - in der derzeit angesagten Kombination mit Sakko oder Blazer auch im Büro. Jeans sind salonfähig. Aber sie muss sauber und gebügelt sein. Das heißt nicht, dass sie Bügelfalten haben muss, sondern einfach keine ausgebeulten Knie.
Gegen Fettnäpfchen kann man sich einfach wappnen: Vorher den Ausbilder anrufen und nach dem Dresscode fragen. Das macht gleich einen guten Eindruck. Wenn man dann doch am ersten Arbeitstag zum falschen T-Shirt gegriffen hat, ist dies aber noch kein Karrierehindernis. Einfach am nächsten Tag besser machen.
Quelle: dpa

In Sachen Vergütung einer Ausbildung macht das Berufsbildungsgesetz (BBiG) einige Vorschriften, an die sich der Ausbildungsbetrieb halten muss.
Grundsätzlich gilt zunächst einmal nach dem Berufsbildungsgesetz: Die Vergütung im Rahmen einer Ausbildung muss angemessen sein. Das ist der Fall, wenn sie - was die Höhe angeht - dem Tarifvertrag entspricht. Ohne Bindung an einen Tarifvertrag darf sie maximal 20 % von der üblichen Vergütung abweichen. Dürfen Teile davon als Sachleistung gezahlt werden?
Auch zum Thema Sachleistung gibt das Berufsbildungsgesetz Auskunft. Nach § 17 Abs. 2 BBiG dürfen Teile der Ausbildungsvergütung als Sachleistung gezahlt werden. Mit maximal 75 % legt das BBiG allerdings auch eine Obergrenze fest. Im Umkehrschluss bedeutet das: Die Vergütung einer Ausbildung muss zu mindestens 25 % in Geld erfolgen.
Es gibt allerdings noch eine Voraussetzung für die teilweise Vergütung der Ausbildung mit Sachleistungen. Der Auszubildende muss nämlich letztlich einverstanden sein. Ausbildungsbetriebe müssen zuvor mit ihm eine entsprechende Vereinbarung treffen. Ist der Azubi dazu nicht bereit, wird es keine Vergütung als Sachleistungen geben. Allerdings kann es eine solche Vereinbarung geben, ohne dass es dem Auszubildenden bewusst ist. Steht nämlich Entsprechendes im Ausbildungs- oder Tarifvertrag, dann ist die Bezahlung als Sachleistung möglich.
Allerdings: Ist im Ausbildungsvertrag vermerkt, dass mehr als 75 % der Vergütung als Sachleistungen erbracht werden darf, dann wirkt diese Vereinbarung nicht. Über die 75 %-Grenze des BBiG kann man sich nicht hinwegsetzen. Beachtlich ist, dass diese Vereinbarung für die entsprechende Ausbildung dann völlig nichtig ist und daher gar nicht mehr auf Sachleistungen im Rahmen der Vergütung zurückgegriffen werden kann.
Quelle: www.vnr.de
Diskutiert dieses Thema auch in unserem Blog... 
Frauen sind in der dualen Berufsausbildung immer noch in der Minderheit. 2010wurden bundesweit 42 % aller Ausbildungsverträge im dualen System mit jungenFrauen abgeschlossen.
Insgesamt hat sich der Frauenanteil seit dem Jahr 1992 kaum verändert. Junge Frauen sind somit in der dualen Berufsausbildung im Vergleich zu ihrem Anteil an der Bevölkerung (49 %) deutlich unterrepräsentiert. Dies sind Ergebnisse von Langzeitbeobachtungen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB).
Große Unterschiede gibt es in den einzelnen Wirtschaftsbereichen. So liegt der Frauenanteil im Bereich der Hauswirschaft und der freien Berufe bei über 90 %. In den Berufen des öffentlichen Dienstes ist er im Vergleich zum Jahr 1992 (51 %) deutlich gestiegen und liegt seit 1998 gleichbleibend bei etwa 63 bis 65 %. In Industrie und Handel entspricht er dem Gesamtdurchschnitt von etwa 40 %.
Im Handwerk sind Frauen in der Ausbildung weiterhin deutlich unterdurchschnittlich vertreten. 2009 lag ihr Anteil bei nur 24 %. Und auch in der Landwirtschaft sind immer weniger Frauen unter den Auszubildenden: 2009 waren es rund 23 %, während der Anteil 1992 noch bei über 35 % lag.
Insgesamt besteht in der dualen Berufsausbildung eine deutliche geschlechtsspezifische Trennung der Berufe. Dabei ist die Struktur der weiblich und männlich dominierten Berufe seit Mitte der 80er-Jahre nahezu unverändert. Auch 2009 fanden fast 60 % aller weiblichen Auszubildenden eine Ausbildung in einem weiblich dominierten beziehungsweise überwiegend weiblich besetzten Beruf. Andersherum befanden sich auch 2009 immer noch weniger als 20 % aller weiblichen Auszubildenden in einem männlich dominierten beziehungsweise überwiegend männlich besetzten Ausbildungsberuf. Nach der vom BIBB angewandten Klassifikation werden Ausbildungsberufe mit einem Männeranteil von unter 20 % als "weiblich dominierte" beziehungsweise mit einem Männeranteil von unter 40 % als "überwiegend weiblich besetzte" Berufe bezeichnet.
Die Tatsache, dass weniger Mädchen als Jungen eine duale Ausbildung beginnen, ist nicht unbedingt negativ zu sehen, da inzwischen der Frauenanteil bei den Studienanfängern deutlich höher ist als der Männeranteil.
Quelle: www.bundesregierung.de
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