16.08.2010

Ausbildungsmarkt: Zahl der Neuverträge sinkt im Osten um 3,6 Prozent

Die DIHK-Zahlen machen einen besorgniserregenden Trend deutlich: Während in Westdeutschland noch ein kleiner Zuwachs von 0,6 % der Lehrstellen zu sehen ist, sinkt die Zahl der abgeschlossenen Neuverträge in Ostdeutschland mit einem Minus von
3,6 % rapide. (uh)


 

 

 

 

 


Im Osten habe der Rückgang bereits dramatische Ausmaße angenommen, erklärte DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann. So verließen dort in diesem Jahr 13 % weniger Jugendliche die Schulen als noch 2009. Viele Unternehmen suchen händeringend nach qualifizierten Bewerbern. Insgesamt wurden in den alten Bundesländern 196,209 Verträge abgeschlossen, in den neuen 31.553.

 

Allein im Handwerk sind derzeit noch 15.000 Plätze zu vergeben. „Junge Leute haben die große Auswahl. In allen Berufen gibt es noch freie Plätze“, sagte der Präsident des Deutschen Handwerks, Otto Kentzler.

 

Quelle: Spiegel Online

15.07.2010

Betriebe weiten Ausbildungsplatzangebot aus

Eine "erstaunlich gute Verfassung" attestiert Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), dem deutschen Markt für Lehrstellen. Die Zahl der Neuverträge liegt im Juni 1,8 Prozent über dem Vorjahresstand. (uh)

 

 


Der Ausbildungsmarkt entwickelt sich besser als erwartet. Bis Ende Juni 2010 registrierten die Industrie- und Handelskammern 172.670 Ausbildungsverträge. Das sind 1,8 Prozent mehr Neuverträge als im Juni 2009 – und das trotz sinkender Bewerberzahlen. Denn in diesem Jahr geht gleichzeitig die Zahl der Schulabgänger um fast drei Prozent zurück. Der Ausbildungsmarkt zeigt sich damit ähnlich wie der Arbeitsmarkt in einer erstaunlich guten Verfassung.

In der positiven Entwicklung bei den Neuverträgen spiegelt sich das Bestreben der Betriebe wider, sich mit eigener Ausbildung die Fachkräfte für morgen zu sichern. Viele Betriebe schließen Ausbildungsverträge in diesem Jahr daher schon früher als in den vergangenen Jahren ab, um die besten Azubis an sich zu binden. Inzwischen dürften rund 50 Prozent aller Ausbildungsverträge abgeschlossen sein.


Positiv auf die Entwicklung der Vertragszahlen wirken sich auch die zuletzt verbesserten Geschäftserwartungen der Unternehmen aus. Dadurch sehen sich viele Betriebe nun in der Lage, ihr Angebot an Ausbildungsplätzen sogar noch auszuweiten. Noch im Februar 2010 waren die Unternehmen deutlich pessimistischer.

Quelle:  Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK), 08.07.2010

23.06.2010

Demografie und Ausbildungsangebot

Die Bevölkerungszahl in Deutschland wird sinken. Wissenschaftler gehen bis 2030 von bis zu 5 Millionen weniger Menschen aus als heute. Auf den Arbeitsmarkt wird sich besonders die veränderte Alterstruktur auswirken. Erste Anzeichen lassen sich bereits heute auf dem Ausbildungsmarkt erkennen. (uh)
 

 




Neue Situation


Viele Jahre lang waren die Ausbildungsstellen knapp. Die Partner im Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs bemühten sich daher, möglichst viele neue Ausbildungsplätze zu schaffen. Trotzdem reichten sie nicht für alle Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus. Viele schwächere Interessenten blieben ohne Ausbildung.
 
Der Berufsbildungsbericht zeigt nun, dass trotz Wirtschaftskrise inzwischen mehr Stellen zur Verfügung stehen als Bewerberinnen und Bewerber. Grund dafür: Es gibt immer weniger Schülerinnen und Schüler und die Zahl der Studierwilligen steigt an. Am 30.September 2009 registrierte die Bundesagentur nur noch knapp 10.000 unversorgte Bewerberinnen und Bewerber. 2006 waren es noch fast 50.000.
 
Weniger erfreulich für die Wirtschaft

Was für die Jugendlichen erfreulich ist, macht der Wirtschaft zunehmend Sorgen. In zahlreichen Berufen gelang es im vergangenen Jahr nicht, alle Ausbildungsstellen zu besetzen. Für das neue Ausbildungsjahr könnte die Lage kritisch werden.
 
"Wir werden viele Tausend Lehrstellen nicht besetzen können", sagte Hans Heinrich Driftmann, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. Bis Ende Mai 2010 registrierten die Industrie- und Handelskammern 131.531 Ausbildungsverträge. Das sind nur 1,2 Prozent weniger Neuverträge als im Mai 2009 Dabei geht die Zahl der Schulabgänger in diesem Jahr um fast 3 Prozent - bei Real- und Hauptschulen sogar um 4 Prozent - zurück. Laut Driftmann schließen Unternehmen Verträge früher ab, "um sich die besten Azubis und damit die Fachkräfte von morgen zu sichern".
 
Alle Potenziale nutzen

Die Bundesregierung ist besorgt über die mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher. Fast 65.000 Jugendliche verließen 2008 die Schule ohne Abschluss. Etwa jeder fünfte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig aufgelöst. Rund 15 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren haben keinen Berufsabschluss.
 
Mit dem Programm "Bildungsketten" will die Bundesregierung lerngefährdeten Hauptschülerinnen und Hauptschülern zu Schulabschluss und Einstieg in eine Ausbildung verhelfen. Gedacht ist an 60.000 Schülerinnen und Schüler ab Klasse 7, die nach einem Kompetenztest individuell betreut und dann in Betriebe vermittelt werden. 3.200 Berufseinstiegsbegleiter in rund 200 Regionen sollen bei der Berufsorientierung und Bewerbung helfen.
 
Migranten stärker einbinden

Laut Bericht haben es junge Ausländer mit einem mittleren Bildungsabschluss deutlich schwerer, einen Ausbildungsplatz zu finden als deutsche Jugendliche. Insgesamt liegt der Anteil der Ausländer an einer Berufsausbildung bei 32,2 Prozent. Bei den deutschen Jugendlichen sind es 68,2 Prozent. Künftig soll die Prüfung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse schneller, einfacher und unbürokratischer gehen.
 
Die Bundesregierung appelliert an die Wirtschaft, auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht in den Ausbildungsanstrengungen nachzulassen. Sie hofft auf eine enge Kooperation, wenn es darum geht, wirklich allen jungen Menschen eine Ausbildungschance zu geben. Deshalb wird der Nationale Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs im Herbst verlängert. (uh)


Quelle: Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, Stand: 09.06.2010

21.05.2010

Bundesregierung erwartet für 2010 weniger Ausbildungsplätze

Im Jahr 2010 wird die Zahl von Ausbildungsplätzen voraussichtlich auf 563.000 fallen. Das erwartet die Bundesregierung laut Berufsbildungsbericht 2010, der nun als Unterrichtung (17/1550) vorliegt. Im Vergleich zu 2009 wären das 20.200 Ausbildungsplätzen weniger: Das entspricht einem Rückgang von 3,5 Prozent. (uh)

 

 



Gleichzeitig wird 2010 auch die Zahl der Schulabgänger voraussichtlich um 3 Prozent auf dann etwa 1.237.000 Personen sinken. Die Zahl der nicht studienberechtigten Abgänger allgemeinbildender Schulen, die besonders oft eine Ausbildung aufnehmen wollen, sinkt dabei um 3,9 Prozent auf dann etwa 578.000 Abgänger, lautet die Prognose der Bundesregierung.
Die Situation auf dem Ausbildungsmarkt wird laut Bundesregierung von zwei gegenläufigen Tendenzen bestimmt: Die Suche nach einem Ausbildungsplatz gestalte sich "für eine nicht zu unterschätzende Zahl von Jugendlichen weiterhin schwierig". Andererseits herrsche jetzt schon "in einigen Regionen Bewerbermangel".


Bund, Länder und Sozialpartner seien gemeinsam dafür verantwortlich, den "Übergang zwischen Schule und Ausbildung" zu optimieren, heißt es zu den Prioritäten der Bundesregierung in der Berufsbildung im Bericht. Dafür müssten "Potentiale und Risiken bei Jugendlichen" bereits in der Schule erkannt werden. Eine "praxisorientierte frühzeitige Berufsorientierung" soll bundesweit ausgebaut und eine "individuelle Begleitung bildungsgefährdeter Jugendlicher ab der 7. Klasse" sichergestellt werden.


Bei der Vorstellung des Bundesbildungsberichtes am 28. April hatte Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) angekündigt, künftig in Zusammenarbeit mit der Bundesagentur für Arbeit bundesweit 3200 haupt- und ehrenamtliche "Berufseinstiegsbegleiter" einzusetzen. Diese sollen bis zu 60.000 Hauptschüler kontinuierlich mehrere Jahre lang betreuen.


Quelle: Deutscher Bundestag, "hib - heute im bundestag" Nr. 163,
Neues aus Ausschüssen und aktuelle parlamentarische Initiativen, 19. 05. 2010

03.05.2010

Chancen auf Ausbildung nutzen

Jugendliche haben nach wie vor gute Chancen auf eine Lehrstelle. Die Kehrseite der Medaille: Für Unternehmen wird es immer schwieriger, ihre Ausbildungsplätze zu besetzen und so ihren Fachkräftebedarf zu sichern. Hauptprobleme sind die demografische Entwicklung und die mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher, das zeigt die DIHK-Ausbildungsumfrage 2010.

 

 

Der DIHK und die Industrie- und Handelskammern haben zu Beginn dieses Jahres mehr als 15.000 Unternehmen zu ihren Ausbildungsplänen und -motiven befragt. Hier die zentralen Ergebnisse:

Demografische Trendwende schlägt durch
Trotz Wirtschaftskrise konnte auch 2009 mehr als jedes fünfte Unternehmen nicht alle angebotenen Ausbildungsplätze besetzen. Damit blieben ca. 50.000 Ausbildungsplätze im Jahr 2009 unbesetzt, überwiegend, weil geeignete Bewerbungen fehlten. Angesichts der demografischen Entwicklung wird sich die Situation in diesem Jahr nicht verbessern.

Fachkräftesicherung ist Leitmotiv beim Ausbildungsplatzangebot

Für mehr als die Hälfte der Betriebe (Vorjahr: 33 %) hat mittlerweile die Sicherung des
Fachkräftenachwuchses entscheidenden Einfluss auf ihre Ausbildungsentscheidung.

Auswirkungen der Krise schwächen sich ab
15 % der Unternehmen wollen mehr ausbilden, 25 % weniger, 60 % halten ihr
Ausbildungsangebot aufrecht. Damit halten drei von vier Unternehmen ihr Ausbildungsplatzangebot stabil oder vergrößern es sogar. Die betrieblichen Ausbildungspläne fallen somit trotz der noch nicht überwundenen Wirtschaftskrise insgesamt weniger zurückhaltend aus als im Vorjahr.

Branchenentwicklung unterschiedlich
Im Branchenvergleich planen insbesondere das Gastgewerbe sowie Banken und Versicherungen eine Ausweitung ihres Ausbildungsplatzangebots. Die Ausbildungspläne der Industrie verschlechtern sich hingegen im Vorjahresvergleich.

Mangelnde Ausbildungsreife behindert Ausbildung
Die Unternehmen beklagen insbesondere unzureichende schulische Qualifikationen und mangelnde persönliche Kompetenzen bei den Ausbildungsplatzbewerbern.
Die Betriebe sind zunehmend unzufrieden mit der Leistungsbereitschaft (48 %), Belastbarkeit (44 %) und Disziplin (46 %) der Bewerber.

Nachhilfe im Unternehmen wird zum Regelfall
Deutlich mehr als die Hälfte aller Ausbildungsbetriebe organisiert in unterschiedlichen Formen Nachhilfe im Unternehmen. Auch die ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) der Arbeitsagenturen werden rege genutzt (31 % der Betriebe). Andere Betriebe (18 %) helfen, die Ausbildungsreife schon vor Beginn der Ausbildung zu verbessern. Sie ermöglichen Schülern über einen längeren Zeitraum hinweg wöchentliche Praxistage im Betrieb.

Hier findest du alle Ergebnisse der IHK-Unternehmensbefragung 2010.



Quelle: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), 08.04.2010

 

12.04.2010

Ausbildungsverträge 2009: nur wenige Berufe dominieren

566.004 Ausbildungsverträge wurden bundesweit vom 1.10.2008 bis 30.09.2009 abgeschlossen. Dies ist gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang von 8,2 %. Ein Großteil der Ausbildungsverträge verteilt sich auf einige wenige Berufe, teilt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) mit. (uh)




Bei den weiblichen Jugendlichen fallen 25 % aller abgeschlossenen Ausbildungsverträge auf nur vier Berufe:

  • Kauffrau im Einzelhandel
  • Verkäuferin
  • Bürokauffrau
  • Medizinische Fachangestellte


Bei den männlichen Jugendlichen sind es immerhin sieben Berufe:

  • Kraftfahrzeugmechatroniker
  • Kaufmann im Einzelhandel
  • Industriemechaniker
  • Koch
  • Elektroniker
  • Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik
  • Verkäufer

75 % aller Ausbildungsverträge wurden in nur 44 Berufen abgeschlossen. Frauen wählen überwiegend Berufe aus dem Dienstleistungsbereich und kaum aus dem technischen Bereich (in der Top 25 der von Frauen gewählten Berufe findet sich lediglich ein Beruf mit stärker technischen Ausbildungsinhalten: die Mediengestalterin Digital und Print). Bei den Männern überwiegen Berufe aus dem Fertigungsbereich, aber auch Dienstleistungsberufe finden sich häufig.

Angesichts der Vielfältigkeit von 349 Ausbildungsberufen stellt sich die Frage, weshalb nur so wenige Berufe von den Jugendlichen gewählt werden. Dies liegt einerseits an der "eingeschränkten Sicht" der Jugendlichen, andererseits aber auch am Angebot, welche Berufsausbildungen in den Betrieben angeboten werden. Das heißt, Jugendliche sollten sich vor der Berufswahl besser informieren, und auch die Betriebe sollten ihr Angebotsspektrum erweitern.

Die Meldung des BIBB mit einer Liste der Top 25 der gewählten Ausbildungsberufe bei Frauen und Männern gibt es hier als pdf-Datei. mehr…

Zahlen zum Ausbildungsmarkt (mehr...) sowie detaillierte Auswertungen zu den abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen (mehr...) stellt das BIBB auf seinen Internetseiten bereit.

22.03.2010

Sind viele Jugendliche nicht ausbildungsreif?

Vor allem mangelnde Leistungsbereitschaft und eine schlechte schulische Qualifikation sind laut dem Entwurf des Berufsbildungsberichts 2010 die Hauptgründe dafür, weshalb ein Großteil der Jugendlichen als nicht ausbildungsreif eingeschätzt wird.




Die Zahl aus dem Bericht, die das belegt: 47,3 % der Jugendlichen besuchten im Jahre 2008 vor Ausbildungsbeginn einen Grundbildungskurs. Dies bedeute jedoch nicht gleichzeitig, dass jeder zweite Jugendliche nicht ausbildungsreif sei, teilte das Bundesbildungsministerium mit. Die Zahl umfasse auch Abgänger aus früheren Jahren und die Kurse würden teilweise auch von "ausbildungsreifen" Jugendlichen zur Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt besucht. Einige besuchten auch mehrere Maßnahmen pro Jahr und würden doppelt gezählt.

Weitere Fakten aus dem Bericht: 21,5 % der Ausbildungsverträge, also jeder fünfte, werden vorzeitig gelöst und jeder zweite bis dritte Jugendliche sucht länger als ein Jahr nach einem Ausbildungsplatz. Betroffene Branchen sind vor allem die Gastronomie und der Lebensmittelhandel - hier können schon heute 10-15 % der angebotenen Lehrstellen nicht besetzt werden. Ähnlich problematisch ist es auch bei den Klempnern, den Gebäudereiniger und den Fleischern.

Die Konsequenz könnte schon bald ein Azubi-Mangel sein. Dies ist besonders vor dem Hintergrund problematisch, da die deutsche Wirtschaft wegen der geburtenschwachen Schulabgängerjahrgänge schon bald jeden jungen Menschen brauchen werde, heißt es in dem Bericht. (bi)

Quelle: Focus

Lest passend zum Thema das Interview mit Gabriela Antczak zum Thema "Wann sind Azubis ausbildungsreif?" mehr...


Diskutiert mit uns über das Thema im azubee Blog! mehr...

22.02.2010

Azubi-Gehälter gestiegen

Die Tarifgehälter für Azubis sind 2009 kräftig gestiegen. Ein Auszubildender in Westdeutschland verdient im Schnitt 679 Euro im Monat (3,3% mehr als 2008), ein Auszubildender in Ostdeutschland 595 Euro (4,9% mehr als 2008).






Dies berichtet Spiegel online am 05.01.2010 unter Berufung auf eine Auswertung des BIBB von 20 ausgewählten Berufen. Demnach sind die Gehälter  seit  14 Jahren nicht mehr so stark gestiegen.
Große Unterschiede bestehen sowohl zwischen Ost und West als auch zwischen den einzelnen Berufen sowie Männern und Frauen.
Im Osten verdienen Azubis immer noch weniger als im Westen, wobei sich die Gehälter 2009 um 2% angenähert haben. Ein Azubi in den neuen Bundesländern verdient durchschnittlich 88% dessen, was sein Kollege in den alten Bundesländern verdient. In einigen Berufen verdienen die Azubis in Ost und West allerdings das Gleiche: dies sind Kaufleute für Versicherungen und Finanzen (831 Euro), Vewaltungsfachangestellte (738 Euro), Medizinische/-r Fachangestellte/-r (573 Euro) und Binnenschiffer/innen (949 Euro).
Die bestbezahlten Azubis sind Binnenschiffer/innen und Maurer/innen, während Friseure/innen und Maler/innen und Lakierer/innen mit wesentlich weniger Geld auskommen müssen.
Frauen entscheiden sich häufiger für schlecht bezahlte Berufe wie Friseurin oder Floristin und liegen daher mit einem Durchschnitts-Einkommen von 658 Euro etwas unter dem Durchschnittseinkommen der männlichen Azubis (692 Euro). (bi)

Durchschnittliche Ausbildungsvergütungen

Beruf West Ost
1. Binnenschiffer/-in 949 949
2. Maurer/-in 895 709
3. Mechatroniker/-in 842 821
4. Industriemechaniker/-in 838 795
5. Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen 831 831
6. Industriekaumann/-frau 808 741
7. Verwaltungsfachangestellte/-r 738 738
8. Kaufmann/-frau im Einzelhandel 621 704
9. Kraftfahrzeugmechatroniker/-in 477 619
10. Koch/Köchin 462 589
11. Bürokaufmann/-frau 500 583
12. Gärtner/-in 460 578
13.Medizinische/-r Fachangestellte/-r 573 573
14. Metallbauer/-in 402 561
15. Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik 408 534
16. Tischler/-in 397 530
17. Bäcker/ in 478 390
18. Florist/ in 312 312
19. Friseur/ in 449 269
20. Maler/ in und Lakierer/in 421 388

Quelle: BIBB


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