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Das Vorstellungsgespräch

Glückwunsch! Deine Bewerbungsunterlagen haben offensichtlich einen guten Eindruck hinterlassen. Nun gilt es, die nächste Hürde zu meistern und beim anstehenden Vorstellungsgespräch überzeugender zu sein als die noch verbliebenen Mitbewerber.

 

 

Vorbereitungen:

 

Kleidung und Äußeres: 

 

Der erste Eindruck, den dein Gegenüber von dir gewinnt, ist enorm wichtig. Grundsätzlich solltest du bei einem Vorstellungsgespräch Kleidung tragen, die dem Beruf und der Branche angepasst sind. Die Kleidung muss sauber und ordentlich sein. Freizeitkleidung wie Turnschuhe, Mütze, Jeans etc. sind unangebracht. Auch das Äußere sollte gepflegt sein (Haare? Fingernägel? Körperausdünstungen?). Piercings im Gesicht sollten abgenommen werden.

 

Unterlagen: 

 

Du solltest das Einladungsschreiben bei dir haben, denn es kann sein, dass du es vorzeigen musst. Ebenso ist es sinnvoll, einen Notizzettel mit dem Namen und der Telefonnummer deiner Kontaktperson bei dir zu haben. Sollten noch Unterlagen (Zeugnisse, Arbeitsnachweise) nachgefordert worden sein, dann bringst du diese natürlich zum Gespräch mit. Das gleiche gilt für angeforderte Arbeitsproben etc. Du solltest dir im Vorfeld des Gesprächs Fragen notieren, die du über das Unternehmen, die Stelle und das Arbeitsumfeld stellen möchtest. Diese Notizen kannst du bei dir tragen, um sie dir kurz vor dem Gespräch nochmals anzusehen. Es empfiehlt sich allerdings nicht, die Fragen während des Gesprächs vom Notizzettel abzulesen.

 

Pünktlichkeit: 

 

Ein absolutes Muss! Erkundige dich rechtzeitig, wie du zu dem Ort des Vorstellungsgespräches kommen wirst und plane einen Zeitpuffer ein, falls trotz aller Planungen etwas Unvorhergesehenes geschehen sollte. Eine Wegbeschreibung und ein guter Zeitplan sind definitiv empfehlenswert, denn mit einer Verspätung kannst du den entscheidenden schlechten Eindruck hinterlassen und die Chance auf die Ausbildungsstelle ist vertan. Optimal ist es, wenn du eine Viertelstunde vor dem vereinbarten Termin an Ort und Stelle bist und noch Gelegenheit hast kurz durchzuschnaufen und dich zu konzentrieren. Wenn du trotz aller Zeitpuffer und unverschuldet nicht pünktlich sein kannst (Unfall, Panne etc.), dann zücke deinen Notizzettel, rufe im Unternehmen an und schildere den Sachverhalt.

 

Informationen einholen: 

 

Für das Anschreiben hast du dich ja bereits über das Unternehmen und den Beruf, für den du dich entschieden hast, erkundigt. Versuche diese Informationen im Vorfeld des Gespräches weiter zu vertiefen und stelle dir folgende Fragen:

  • Warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?
  • Weshalb möchtest du gerade für dieses Unternehmen arbeiten?
  • Wie viele Leute arbeiten in dem Unternehmen?
  • In welchen Geschäftsfeldern ist das Unternehmen tätig?
  • Wer sind die Konkurrenten?
  • Welche Rechtsform hat der Betrieb?
  • Welche Marktposition hat das Unternehmen?
  • Hat das Unternehmen ein Logo/einen Slogan?
  • Wo ist der Hauptsitz des Unternehmens?
  • Welche Aufgaben interessieren dich an diesem Beruf besonders?
  • Warum bist gerade du für diese Stelle besonders gut geeignet?
  • Warum soll sich das Unternehmen ausgerechnet für dich entscheiden?

 

Wie verhält man sich während dem Gespräch?

  • Gib dich möglichst natürlich und verstelle dich nicht.
  • Du reagierst auf Aufforderung, agierst aber selbst zunächst nicht aktiv, d.h. du betrittst einen Raum erst nach Aufforderung, wartest bis dir der Gesprächspartner die Hand gibt und setzt dich auch nicht unaufgefordert hin.
  • Nenne deinen vollen Namen und erwidere den Händedruck angemessen (nicht zu fest, nicht zu lasch).
  • Sprich deinen Gesprächspartner zwischendurch immer wieder mit seinem Namen an (welcher dir aufgrund deiner gewissenhaften Vorbereitung natürlich bekannt ist!).
  • Nimm eine entspannte Sitzhaltung ein und verschränke deine Arme nicht.
  • Versuche möglichst viel Blickkontakt zu deinem Gesprächspartner zu haben, denn dies signalisiert Aufmerksamkeit (nicht anstarren, sondern interessiert schauen!).
  • Der Gesprächspartner führt das Gespräch, versuche also nicht, die Gesprächsführung an dich zu reißen.
  • Achte unbedingt darauf, dass du zu jedem Zeitpunkt aufmerksam und freundlich auf dein Gegenüber wirkst und alle dir gestellten Fragen ruhig und sachlich beantwortest

 

Der Verlauf des Vorstellungsgespräches:

 

- Begrüßung und Gesprächseröffnung:

  • Begrüßung und gegenseitige Vorstellung
  • Personaler äußert sich zum Thema Anreise und bietet Getränk an
  • Dank für die Bewerbung und Begründung der Einladung
  • Kurze und allgemeine Vorstellung des Unternehmens
  • Übergang zu dir und deiner Person

 

- Vorstellungsphase:

  • Fragen nach deiner Schulbildung
  • Bisherige berufliche und fachliche Entwicklung (Praktika, Vorkenntnisse)
  • Weshalb dieser Ausbildungsberuf?
  • Weshalb dieses Unternehmen?
  • Fragen zu deiner Person (Interessen, Hobbys, Fähigkeiten, Engagement, Teamfähigkeit, Kreativität, Konfliktfähigkeit)
  • Fragen zu deiner privaten Situation (Familie, Freunde, Freizeit).
    Private Fragen müssen etwas mit deiner Ausbildung zu tun haben, ansonsten sind sie nicht zulässig! Du kannst deutlich machen, dass du gut informiert bist und weißt, welche Fragen du nicht beantworten musst, indem du z. B. ruhig und sachlich sagst: "Sie möchten wissen, ob ich … schwanger bin/einen Freund habe/welche Partei ich wähle …? Ich weiß, dass ich diese Frage nicht beantworten muss."

 

- Informationsphase (Fragen des Bewerbers):

  • Fragen zum Unternehmen (Jetzt kannst du das Wissen einbringen, das du dir im Vorfeld des Gesprächs angeeignet hast!); erweitere dein bisheriges Wissen durch Fragen über Bereiche, über die du nicht viel in Erfahrung bringen konntest (Personal, Produktion, etc.)
  • Fragen zu deinem Arbeitsplatz (Mit welchen Aufgaben wirst du im Alltag konfrontiert sein? Wo werden die Schwerpunkte liegen? Wer werden deine Kollegen sein?)

 

Tipp! Je mehr Interesse und Initiative du zu diesem Zeitpunkt des Gespräches zeigst, desto mehr erhöhst du deine Chancen auf einen erfolgreichen Ausgang des Gesprächs!

 

- Verhandlungsphase (Fragen zu den Arbeitsbedingungen):

  • Besprechung der wesentlichen Bestandteile des Vertrages
  • Erläuterung von betrieblichen Zusatzleistungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld, etc.)
  • Gehalt
  • Probezeit
  • Kündigungsfristen
  • Urlaub

 

- Gesprächsschluss und Verabschiedung:

  • Klärung von noch anstehenden offenen Fragen
  • Abklärung des weiteren Verlaufs des Bewerbungsprozesses (wann wirst du über den Ausgang des Gespräches informiert werden?)
  • Dank für das Gespräch

(uh)

 

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