Was machen Industriekaufleute?

Mehr als 15.000 Jugendliche entscheiden sich in jedem Jahr für eine Ausbildung als Industriekaufmann bzw. Industriekauffrau.

 

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt im dualen System, das heißt, sie findet sowohl in den Betrieben unterschiedlicher Branchen und Größen als auch begleitend in der Berufschule statt.

 

 

Industriekaufleute ...

  • verkaufen die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens,
  • betreiben Marketingaktivitäten von der Analyse der Marktpotenziale bis zum Kundenservice,
  • beraten und betreuen Kunden,
  • ermitteln den Bedarf an Produkten und Dienstleistungen, kaufen Materialien, Produktionsmittel und Dienstleistungen ein und disponieren diese für die Leistungserstellung oder den Vertrieb,
  • unterstützen den Prozess der Auftragserledigung, z.B. in der Leistungserstellung und der Logistik,
  • bearbeiten betriebswirtschaftliche Themen in allen Funktionen des Betriebes (Finanzierung, Investitionen, Rentabilität, Kostenplanung, -analyse und -verfolgung usw.),
  • bearbeiten Geschäftsvorgänge des Rechnungswesens,
  • werten Kennzahlen und Statistiken für die Erfolgskontrolle und zur Steuerung betrieblicher Prozesse aus.

Die Ausbildungsordnung

Ausbildungsordnung und Ausbildungsrahmenplan regeln, welche Kenntnisse und Fertigkeiten Industriekaufleuten während der Ausbildung in ihrem Ausbildungsbetrieb vermittelt werden müssen.

 

In der Ausbildungsordnung ist auch festgelegt, welche Inhalte in der Zwischen- und in der Abschlussprüfung vor der Industrie und Handelskammer abgeprüft werden.


Die aktuellen Vorschriften finden Sie hier.

 

Der Rahmenlehrplan

Parallel  zur Ausbildung in der Praxis erhalten die Auszubildenden in der Berufsschule das theoretische Rüstzeug für ihren Beruf.

 

Der Unterricht erfolgt nach dem bundeseinheitlichen Rahmenlehrplan auf der Grundlage von Lernfeldern. Darunter versteht man thematische Einheiten, die sich an konkreten beruflichen Aufgaben orientieren.

 

  • Industrielle Geschäftsprozesse erfassen,
  • Wertströme im Rechnungswesen dokumentieren,
  • Beschaffungsprozessen planen, steuern und kontrollieren,
  • Leistungsprozessen planen, steuern und kontrollieren,
  • Absatzprozessen planen, steuern und kontrollieren,
  • Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen,
  • Jahresabschlüsse analysieren und bewerten.

Hier geht`s zum aktuellen Lehrplan.

 

 

Die Abschlussprüfung

Die Abschlussprüfung gliedert sich in einen schriftlichen und in einen mündlichen/praktischen Teil.

 

 

 

 

 


Die schriftliche Abschlussprüfung


Die schriftliche Abschlussprüfung wird mit bundeseinheitlichen Aufgaben durchgeführt.


Die Prüfungsbereiche sind

  • Geschäftsprozesse
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle
  • Wirtschafts- und Sozialkunde.

 

Die mündliche Abschlussprüfung


In einer Präsentation und einem Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er komplexe Sachverhalte, Abläufe und Ergebnisse der von ihm bearbeiteten Fachaufgabe erläutern und mit praxisüblichen Mitteln darstellen kann.

 

Mehr Infos zu den Themen schriftliche und mündliche Abschlussprüfung...

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